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Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung im Senat von Berlin 2002/03
Sprecher der Konferenz der Studierendenschaften (KdS) 1991-1994
Studentensprecher an der Universität Leipzig 1989-1995
Peer Pasternack:
Politik als Besuch.
Ein wissenschaftspolitischer Feldreport aus Berlin.
UniversitätsVerlagWebler, Bielefeld 2005.
254 S. ISBN 3-937026-40-1.
„Niemand studiert Medizin, um anschließend krank zu werden“, gibt der Politikwissenschaftler und Hochschulforscher Peer Pasternack zu Protokoll – und geht gleichwohl für zwei Jahre in die Wissenschaftspolitik. Als Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung im Senat von Berlin hatte er sich umständehalber insbesondere mit Haushaltspolitik zu befassen. Was das für Wissenschaftspolitik bedeutet, lässt sich hier kurzweiliger, als das Thema vermuten lässt, nachlesen. Pasternack legt einen analytischen Feldreport vor, der keine Anekdotensammlung ist, in dem sich aber, so der Autor, „manches aus Gründen, die in der jeweiligen Sache selbst liegen, nur mit ironischer Färbung“ wiedergeben lässt. Wer authentische Auskünfte über die Gestaltungsmechanismen von Hochschul- und Forschungspolitik sucht, wird mit diesem Bericht ebenso bedient, wie diejenigen, die nach Zusammenhang, Wechselwirkung und Entkopplung von analytischem Wissen und politischen Handeln fragen, wie auch diejenigen, die sich für die Untiefen der Berliner Landespolitik interessieren.
Inhaltsverzeichnis zu:
Peer Pasternack: Politik als Besuch. Ein wissenschaftspolitischer Feldreport aus Berlin.
Erfolge der Berliner Wissenschaftspolitik 2002-2003
Misserfolge der Berliner Wissenschaftspolitik 2002-2003
Grundsätze der Berliner Wissenschaftspolitik (Redemanuskript Juni 2002)
Wissenschaftsfinanzierung Berlin: Ausgaben & Einnahmen
Basisdaten Landeshaushalt Berlin
Peer Pasternack: Politik als Beruf heute, in: Außerschulische Bildung
4/2006, S. 299-306;
Original-Netzquelle (= Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V.).
Peer Pasternack: Berlin D.C. Ein Denkspiel. Wie und mit welchem Ziel soll die deutsche Hauptstadt ihren Haushalt sanieren? Von Wissenschafts-Staatssekretär Peer Pasternack, in: Tagesspiegel, 26.4.2003;
Original-Netzquelle (=Tagesspiegel).
AstA FU Berlin: Zum Rücktritt von Wissenschaftsstaatssekretär Peer Pasternack.
"Sparsumme des Finanzsenators nicht durch Sachkenntnis gedeckt", in: Die Welt, 25.4.2003.
Peer Pasternack: Hochschulsteuerung über vertragsförmige Vereinbarungen. Grundlagen und Berliner Erfahrungen, in: Gerd Köhler/Gunter Quaiser (Hg.), Bildung - Ware oder öffentliches Gut? Über die Finanzierung von Bildung und Wissenschaft. Die Dokumentation der 22. GEW-Sommerschule, Frankfurt a.M. 2003, S. 210-221.
Für Weiterführendes:
Mischa Täubner: East Side Story. Wendejahre auf dem Campus, in: F.A.Z. Hochschulanzeiger Nr. 98,2008, S. 36;
Original-Netzquelle (=FAZ)
Peer Pasternack: Das andere Modell - mit "Ost-Fimmel", in: Frankfurter Rundschau 17.12.92.
Peer Pasternack:
"Demokratische Erneuerung". Eine universitätsgeschichtliche Untersuchung des ostdeutschen Hochschulumbaus 1989 - 1995.
Mit zwei Fallstudien: Universität Leipzig und Humboldt-Universität zu Berlin.
Deutscher Studien Verlag, Weinheim 1999.
423 S. ISBN 3-89271-894-6.
Eingangs kennzeichnet der Autor den Begriff der "demokratischen Erneuerung" als politisches Leitmotiv der ostdeutschen Hochschultransformation 1989ff. und konstatiert Skepsis bei einem Großteil der Akteure und Beobachter, inwiefern der reale Prozeß dem so formulierten Anspruch gerecht worden sei. Um eine theoriegeleitete Analyse zu ermöglichen, wird die bislang vorhandene Literatur zum ostdeutschen Hochschulumbau einer systematischen Sichtung unterzogen sowie das theoretische Feld innerhalb der begrifflichen Trias Transformation - Demokratie - Hochschule topographiert. Dies mündet in die Übersetzung des politischen Leitmotivs "demokratische Erneuerung" in den untersuchungsleitenden Begriff der "demokratischen Qualität", der ausdifferenziert und mit Kriterien operationalisiert wird.
Sodann untersucht die Arbeit anhand zweier Beispiele - Berliner Humboldt-Universität und Universität Leipzig - die demokratische Qualität der Hochschultransformation: Im Rahmen von getrennten Fallstudien werden die Vor gänge an beiden Orten minutiös aus den Quellen rekonstruiert. Um der Vergleichbarkeit willen geschieht dies nach einem einheitlichen Grundmuster: Der Herbst 1989 und die Karl-Marx-/Humboldt-Universität; Die Neubesetzungen der Entscheidungspositionen; Die Abwicklungen; Die Integritätsüberprüfungen. Die derart herausgearbeiteten Entwicklungen werden im abschließenden Kapitel eingehend erörtert.
Das erfolgt zunächst streng komparatistisch, sucht dabei jedoch zugleich im Besonderen das Allgemeine, zielt in den Ergebnissen mithin über die beiden Fallbeispiele hinaus. Angefangen bei einer Periodisierung der ostdeutschen Hochschultransformation 1989ff. über analytische Verdichtungen und Interpretationen zur Partizipation, Repräsentation und Emanzipation der Hochschulangehörigen sowie zu den Instrumenten und Ergebnissen der Personalüberprüfungen gelangt die Arbeit zur Formulierung der Formationsregeln der Erneuerungsdebatte und des zentralen politischen Konflikts der ostdeutschen Hochschultransformation:
"Hielten es die einen für eine unerläßliche Bedingung der Herstellung demokratischer Hochschulverhältnisse, das demokratische Ziel mit demokratischen Verfahren zu erreichen, so sahen die anderen mit genau diesen demokratischen Verfahren das demokratische Ziel gefährdet. Ungleiche Verteilungen der Sanktionspotentiale zwischen staatlichen Adiministrationen und Hochschulen bewirkten, daß die Träger der Position, demokratische Ziele bräuchten auch demokratische Verfahren, nicht dominierender zu werden vermochten. Die an der Humboldt-Universität seinerzeit stärker als andernorts ausgeprägte Partizipationsneigung und Konfliktbereitschaft wiederum bewirkte, daß die Auffassung, demokratische Ziele seien vorzugsweise mit demokratischen Verfahren zu erreichen, trotz ihrer relativen Schwäche permanent präsent war und in geringerem Maße ignoriert werden konnte als an der Universität Leipzig."
Peer Pasternack:
Hochschule in die Demokratie.
Fallstudie (Karl-Marx-)Universität Leipzig 1989 - 1993.
Edition Berliner Debatte, Berlin 1995.
224 S. ISBN 3-929666-23-5.
Die Arbeit untersucht - ausgehend von der den ostdeutschen Hochschulumbau dominieren-den Begriffsfigur der demokratischen Erneuerung -, inwieweit der verbal formulierte demokratische Anspruch der verschiedenen internen Akteure des Leipziger Universitätsumbaus den aktuellen Prozeß tatsächlich prägte. Im einzelnen werden dazu die "Phase des romantischen Aufbruchs" vom Herbst 1989 bis zum März 1990 sowie - als "demokratische Bewährungsproben" - die universitäre Vergangenheitsaufarbeitung und der Personalumbau analysiert.
Peer Pasternack:
Zu Risiken und Nebenwirkungen der Leipziger Universitätserneuerung.
Berichte und Polemiken 1990 - 1994.
Edition Wissenschaft & Kritik, Göttingen/Leipzig 1995.
153 S. ISBN 3-00-000471-8.
Der Band faßt ereignisgebundene, zuvor verstreut erschienene Kommentare eines zentralen Akteurs der Leipziger Universitätsumgestaltung zusammen. Themen: Mitbestimmungsmodelle; Ehrenerklärungen, niemals mit dem MfS kooperiert zu haben; Abwicklungen; Aufwicklungen; sächsische Kündigungsbegründungen; fortlebende Kontinuitäten; personelle Erneuerung.
Wolfgang Lenders: Historische Sitzung: 20 Jahre Studentenvertretung "Stura" an der Universität Leipzig; Deutschlandfunk, Campus & Karriere 09.11.2009, 14:35 Uhr;
Textversion
Peer Pasternack im Gespräch mit Werner Grosch: Leipziger Studentenrevolte: "Zusammenbruch vor unseren Augen", in: Kölnische Runschau, 5.10.2009, S. 3;
Original-Netzquelle (=Kölnische Rundschau)
"Irgendwann musste ich das Wort ergreifen", in: Leipziger Volkszeitung, 15.6. 2009;
Original-Netzquelle (=Leipziger Volkszeitung)
„Eigentlich hätten wir besser zusammenarbeiten können.“ Die Alumni Alt-Rektor Cornelius Weiss und StuRa-Gründer Peer Pasternack erinnern sich an eine aufregende Zeit, in: Universität Leipzig (Hg.): Alumni-Magazin, Ausgabe 2009, S. 16-19;
Original-Netzquelle (=Universität Leipzig)
Mischa Täubner: East Side Story. Wendejahre aufdem Campus, in: F.A.Z. Hochschulanzeiger Nr. 98, 2008, S. 36;
Original-Netzquelle (=FAZ)
Anne Glück: Kluge Köpfe: Peer Pasternack, in: Wissenswert Okt. 2007
Peer Pasternack: Die demokratische Qualität der demokratischen Erneuerung. Humboldt-Universität zu Berlin und (Karl-Marx-)Universität Leipzig 1989-1995, in: Jahrbuch für Universitätsgeschichte 2, Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1999, S. 95-120.
Peer. Pasternack: Abwicklung, die 2te, in: diskus, Mai 1991, S. 30.
Auf einem schmalen Grat. Befragt: Peer Pasternack vom KMU-Studentenrat,in: LVZ, 7.1.1991, S. 3
"Kritische Wissenschaft soll verbannt werden", in: DAZ, 3.1.1991, S. 3.